Pressemitteilung zur Herbstkonferenz 2014

Mutige Taten in Erinnerung gerufen

Liebenberg (MZV) "Meine einzige teure Mamotschka! Es ist aus. Heute, wenn es dunkel geworden sein wird, lebt deine Lanka nicht mehr. Mein Trost und meine Hoffnung ist meine kleine Irka, die ja Gott sei Dank keine Ahnung hat von allem, was um sie vorgeht."



Chansons: "Zwischen Trauer und Hoffnung" war dieser Teil der Veranstaltung benannt.

© Jörg Tägder

Diese Zeilen schrieb Liane Berkowitz in ihrem letzten Brief an die geliebte Mutter. Am 5. August 1943, zwei Tage vor ihrem 20. Geburtstag, starb Liane Berkowitz um 19.45 Uhr in Plötzensee unter dem Fallbeil. Die Tochter russischer Immigranten war wegen der Beteiligung an einer Protestaktion mit Klebezetteln verhaftet und zum Tode verurteilt worden.

Der mutige Protest dieser jungen Frau stand am Sonntag im Mittelpunkt der Herbstkonferenz des "Liebenberger Freundeskreises Libertas". Schon auf dem Weg in den Sitzungssaal erinnerten große Schautafeln an den Widerstand gegen das nationalsozialistische Regime: Harro Schulze-Boysen, Adam Kuckhoff, Mitglieder der Roten Kapelle. Ein Foto zeigte eine fröhliche Libertas Schulze-Boysen im Kreis ihrer Freunde, unter ihnen auch der Schriftsteller Günther Weisenborn. Dessen Sohn Sebastian verfolgte aufmerksam die Schilderung des kurzen Lebens Liane Berkowitz' durch Hans Coppi und das anschließende Theaterstück "Damit wir nichts vergessen", ein Projekt des dritten Semesters der Berliner Anna-Freud-Schule. "Was hätten wir gemacht? Wie geht es uns, wenn wir mit dem Schicksal mutiger Menschen, die sich dem NS-Regime widersetzten, konfrontiert werden? Können wir uns vorstellen, in eine solche Situation zu geraten? Fragen, die sich die Theaterleute bei der Erarbeitung des Stückes immer wieder stellten. Für die langfristige Erarbeitung des Stücks und die Inszenierung gab es lang anhaltenden Beifall. Das größte Lob kam vom sichtlich bewegten Sebastian Weisenborn: "Mein Vater hat versucht, diese Themen auf die Bühne zu bringen. Ihr habt mutige Taten lebendig werden lassen. Das hat mich sehr berührt."

Nach einer kurzen Pause wartete auf die Gäste der Herbstkonferenz noch ein Chansonprogramm mit dem Titel "Zwischen Trauer und Hoffnung". Michael Schenk (Keyboard, Gesang, Rezitation), Ralf Berkes (Violine, Gitarre) und Bringfried Löffler (Xylophon, Keyboard, Gesang) spielten neben Liedern in jiddischer Tradition auch Stücke von Rio Reiser bis Gerhard Gundermann.

Im Schlusswort erinnerte Joachim Rinn, der neu gewählte alte Vorsitzende des Vereins, an die Krawallmacher von Köln und die Meinung vieler Abwiegler: "Die sagen doch nur, was viele denken." "Solange es diese Stimmen gibt, ist unsere Arbeit nicht getan", fasste Pfarrer Rinn die Aufgaben des Vereins abschließend zusammen.

 

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Pressemitteilungen zur Herbstkonferenz 2013

Gransee-Zeitung

 

 

 

Gransee-Zeitung 21.11.2013

 


 

Texte zu Philipp Schaeffer

http://www.zeit.de/2013/20/philipp-schaeffer

http://www.tagesspiegel.de/berlin/gesichter-der-courage/8226242.html

Text zu Ilse Stöbe

http://www.dradio.de/dlf/sendungen/dossier/2074745/

Texte zu Libertas

http://www.faz.net/frankfurter-allgemeine-zeitung/vom-anderen-widerstand-11825488.html

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/rezensionen/2.1715/die-rote-greta-1985436.html

http://www.jungewelt.de/2012/10-17/005.php

 


Pressmitteilung der Gransee Zeitung zur Weihnachtsfeier 16.12.2012

 

"Warum ruft mich die Mafia an...?"

  von Tony (Schüler Libertas Oberschule)


…Das sind die ersten Worte zur Zusammenarbeit von Esther Benjarano und der Band „Mikrophone Mafia“, die am 16. 09.12 im Schloss &Gut Liebenberg gastierten. Die 93-jährige Frau ist einer der wenigen Überlebenden aus dem KZ Auschwitz / Ravensbrück. .Vor einer Weile erhielt sie einen Anruf des Sängers der Band „Mikrophone Mafia“: der Rapper wollte gemeinsam mit ihr Musik machen und damit mahnend an die Vergangenheit erinnern. „Eine gute Idee“, fand Esther und besiegelt die Zusammenarbeit am Ende des Telefonats augenzwinkernd: “Was ist das für ein bescheuerter Bandname. “ Normalerweise ist der Sänger Lehrer an einer Kölner Schule und rappt Texte von Schiller und Brecht. Doch er wollte gegen die NPD ein Zeichen setzen. Dagegen vorgehen und wachrütteln. Einer der Songs heißt: Wahres Leben ist, wo Freiheit ist. Jetzt aber rappte er in der Liebenberger Kirche. Wer Interesse an dieser Musik hat, kann auch zu Herrn Klicks gehen: er hat sich die CD gekauft hat.

 

 Am frühen Nachmittag hat die Autorin Martha Schad ihr Buch „Frauen gegen Hitler“ vorgestellt. Es handelt von Frauen im Widerstand. Martha Schad sagt selbst, dass sie gerne forscht und somit auch „in Bildungslücken reingeschrieben“ hat. Insgesamt schrieb sie bisher ca. 20 Bücher, und zwei Frauen aus dem Buch stellte sie dann vor. Eine von den Frauen war Dorthie Thompson, eine Journalistin, die ein Interview mit Adolf Hitler bekam, danach aber erkannte, dass Hitler nicht herrschaftsfähig war. Sie schrieb ihre meinung in dem Buch: „I saw Hitler“, was mich sehr zum Überlegen anregte. Ein Kurzes Gespräch mit der Autorin war dann auch noch drin, und schon bekam ich ein Buch von ihr!

 

 


Pressemitteilung Märkische Allgemeine zur Herbstkonferenz 16.09.2012

 

 


Pressemitteilung Gransee Zeitung zur Herbstkonferenz 16.09.2012

 

 


Namensgebung der Löwenberger Schule